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TC Mess- & Regeltechnik GmbH

Praktische Widerstandsthermometer (RTDs)

Widerstandsthermometer (RTDs) beruhen auf Platinsensorelementen, die in einem vollständig ausgeglühten Zustand und kontaminationsfrei bleiben, um eine hohe Stabilität zu gewährleisten. Die richtige Auswahl von Stützmaterialien, Mantelkonstruktion und Isolierung ist entscheidend, um Sensorvergiftung und mechanische Beanspruchung zu vermeiden.

Kontaminationsaspekte bei hohen Temperaturen

  • Unter 250 °C: Kontamination ist selten ein Problem
  • Über 250 °C: Materialien wie unedle Metalle, Glimmer und Borosilikatglas können mit dem Platinsensor reagieren oder sich darin auflösen.
  • Abhilfe: Spezielle Befestigungsmethoden und eine hermetische Abdichtung mit sauerstoffhaltigem Gas tragen dazu bei, reaktive Elemente oxidiert zu halten und Schäden am Sensor zu reduzieren.

Platinreinheit und Konstruktion

  • Industrielle RTDs verwenden Platindraht geringerer Reinheit als Sensoren in Laborqualität, um die mechanische Robustheit und die Toleranz gegenüber Kontamination zu verbessern.
  • Der Draht wird typischerweise mit anderen Metallen dotiert, um die IEC- und britischen Normen hinsichtlich Temperatur-Widerstandskennlinien und Toleranzgrenzen zu erfüllen.
  • Sensoren sind so ausgelegt, dass sie thermoelektrische Spannungen, die durch unterschiedliche Metalle erzeugt werden, kompensieren und einen ausreichenden Isolationswiderstand (gemäß IEC 60751) aufrechterhalten.
  • Spulenwicklungen werden nichtinduktiv ausgeführt, und der Stromfluss wird geregelt, um Eigenerwärmung zu vermeiden. Sowohl Gleich- als auch Wechselstromanregung (bis 500 Hz) wird unterstützt.
  • Die Wärmeleitung entlang der Ummantelung, der Drähte und der Isolatoren wird minimiert, um genaue Messwerte zu gewährleisten.

Flexibilität im Sensordesign

  • RTD-Baugruppen können auch andere Metalle als Platin verwenden. Formen und Größen variieren je nach Anwendungsanforderungen stark, darunter:
    • Große Oberfläche für schnelle Ansprechzeiten
    • Sehr kleine Sensoren für präzise Punkttemperaturmessungen
    • Lange oder große Sensoren zur Mittelung der Temperatur über eine Fläche oder Länge

Dadurch wird sichergestellt, dass Benutzer Steckverbinder sowohl anhand des Typs als auch der Temperaturklasse unterscheiden können.

Zusammenfassung 

In der Praxis eingesetzte RTD-Sensoren sind sorgfältig konstruierte, platinbasierte Sensoren, die dafür ausgelegt sind, unter verschiedenen Bedingungen – insbesondere bei erhöhten Temperaturen – Stabilität und Genauigkeit aufrechtzuerhalten. Ihre Flexibilität in Form und Größe erlaubt es, sie für vielfältige industrielle Anwendungen maßzuschneidern und ein Gleichgewicht zwischen Robustheit, Beständigkeit gegen Verunreinigungen und Messgenauigkeit herzustellen.

Hinweis: Die Informationen in diesem Leitfaden dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken. Obwohl wir auf Genauigkeit achten, werden alle Daten, Beispiele und Empfehlungen ohne Gewährleistung jeglicher Art „wie besehen“ bereitgestellt. Normen, Spezifikationen und Best Practices können sich im Laufe der Zeit ändern; prüfen Sie daher vor der Verwendung stets die aktuellen Anforderungen.

Brauchen Sie Hilfe oder haben Sie eine Frage? Wir sind für Sie da — Kontaktieren Sie uns gerne .

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