Thermoelement-Ausführungen
Abbildung 1.1 : Typisches industrielles Thermoelement
Grundformen umfassen blankdrahtige Thermoelemente mit an die Umgebung angepasster Isolierung, die zum Schutz in Metall- oder Keramikmänteln gekapselt sind. Diese können als eigenständige Sensoren oder als Teil von Sonden geliefert werden, die in Schutzrohren oder Tauchhülsen untergebracht sind (Abbildung 1.2).
Abbildung 1.2 : Gekapselte Thermoelementsonde mit Anschlusskopf
Die Größen reichen von ultradünn (~0,25 mm) bis zu robusten Ausführungen (bis 20 mm oder mehr). Die Bauformen sind sehr vielfältig – geschweißte Mantelsonden, Schraubsonden, Hand- und Oberflächensonden, Rohrklemmsonden und viele weitere Ausführungen (Abbildung 1.3). Bei der Spezifikation von Sonden werden häufig drei Kriterien berücksichtigt: Mantel- und Isolierwerkstoffe, die Erdung der Messstelle und die Steckverbindertypen.
Abbildung 1.3 : Handsonde und Rohrsonde
Für Hochtemperatur- oder Schwerlastumgebungen gibt es spezialisierte Ausführungen (Abbildung 1.4), darunter Sensoren mit kopfmontierten Klemmen sowie Tauchhülsen-Baugruppen. In manchen Fällen, etwa in Autoklaven- oder Kunststoffverarbeitungsanwendungen, werden flexible Edelstahlmäntel und Druckdichtungen eingesetzt.
Abbildung 1.4 : Schwere industrielle Metallmantel- und Hochtemperatur-Keramikmantel-Thermoelemente mit Anschlusskopf-Baugruppen
Viele industrielle Sensoren werden mit mineralisoliertem MI‑Kabel gefertigt, bei dem Thermoelementdrähte in verdichtetem Mineralpulver innerhalb eines Metallmantels eingebettet sind (Abbildung 1.5). Diese Bauweise bietet Langlebigkeit, hermetische Dichtheit und eine breite Anpassbarkeit hinsichtlich Länge und Durchmesser – von 0,25 mm bis über 10 mm und bis zu mehreren Dutzend Metern Länge. Für Anwendungen mit schnellem Ansprechverhalten kann die MI‑Thermoelementmessstelle freigelegt werden.
Abbildung 1.5 : Typischer Aufbau eines mineralisolierten Thermoelementsensors (Mantelthermoelement)
Zu den Anschlussoptionen gehören Anschlusskästen sowie Miniatur- bzw. Standard-Stecker/Buchsen mit thermoelektrischen Stiften, die dem Thermoelementmaterial entsprechen (siehe Abbildung 1.6). Sie gewährleisten eine hohe Signalintegrität und werden später in diesem Leitfaden näher erläutert.
Abbildung 1.6 : Typische Thermoelement-Steckverbinder
Zusammenfassung
Thermoelemente lassen sich im Labor einfach aus Blankdraht, Schweißtechniken und grundlegender Isolierung herstellen und bieten eine effektive und sehr flexible Vorgehensweise für Experimente und Messungen. In industriellen Anwendungen werden Thermoelemente jedoch in einer großen Vielfalt von Formen angeboten, um spezifischen Anforderungen gerecht zu werden – von kompakten, handgehaltenen Sensoren bis hin zu robusten, mineralisolierten Sonden, die extremen Umgebungen standhalten. Diese Sensoren unterscheiden sich nicht nur in Größe und Material, sondern auch in Konfiguration, Erdungsmethode und Anschlussart. Ob manuell gefertigt oder kommerziell bezogen – die Kernfunktion bleibt dieselbe: eine zuverlässige und schnelle Temperaturmessung über einen großen Einsatzbereich zu ermöglichen.
Hinweis: Die Informationen in diesem Leitfaden dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken. Obwohl wir auf Genauigkeit achten, werden alle Daten, Beispiele und Empfehlungen „as is“ ohne jegliche Gewähr bereitgestellt. Normen, Spezifikationen und bewährte Verfahren können sich im Laufe der Zeit ändern; prüfen Sie daher vor der Verwendung stets die aktuellen Anforderungen.
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